Warum bekommt der Client automatisch eine IP?

Warum bekommt der Client automatisch eine IP?
Wenn ein Windows-Client automatisch eine IP-Adresse bekommt, passiert im Hintergrund mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Der Benutzer meldet sich nur am Computer an. Die IP-Adresse bekommt aber der Client selbst über DHCP.
Warum? Weil auf dem Client eingestellt ist:
IP-Adresse automatisch beziehen
DNS-Serveradresse automatisch beziehen
Das bedeutet: Der Client fragt im Netzwerk:
Ich brauche eine IP-Adresse. Gibt es hier einen DHCP-Server?
Client VLAN30
→ pfSense OPT3 / 192.168.30.1
→ DHCP Relay
→ DHCP01 / 192.168.10.20
→ Antwort zurück zum Client
Was passiert technisch?
Client fragt nach IP
Der Client hat zuerst keine IP. Er sendet eine DHCP-Anfrage:
0.0.0.0:68 → 255.255.255.255:67
Das heißt:
Ich habe noch keine IP. Bitte gib mir eine.
pfSense empfängt die Anfrage
Die Anfrage kommt auf:
OPT3 / VLAN30
Darum muss bei DHCP Relay OPT3 markiert sein.
pfSense leitet weiter
pfSense schickt die Anfrage weiter an:
DHCP01 = 192.168.10.20
Dabei sagt pfSense dem DHCP-Server sinngemäß:
Diese Anfrage kommt aus VLAN30.
Gateway dort ist 192.168.30.1.
DHCP01 wählt den richtigen Bereich
DHCP01 erkennt:
Anfrage kommt aus Netz 192.168.30.0/24
Dann nimmt DHCP01 den passenden DHCP-Bereich:
192.168.30.100 - 192.168.30.200


Und gibt dem Client z. B.:
IP: 192.168.30.101
Maske: 255.255.255.0
Gateway: 192.168.30.1
DNS: 192.168.10.10
Suffix: ad.rubinhood.de

Client übernimmt die Daten

Danach hat der Client Netzwerk und Internet.
Automatische IP bekommt der Client nur, wenn:
Client auf DHCP steht,
pfSense Relay auf dem richtigen VLAN lauscht,
DHCP01 den passenden Bereich hat.
In meinem Fall:
Client VLAN30 → OPT3 → DHCP Relay → DHCP01 → IP 192.168.30.x